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Über Rainer Braune.
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Lange Zeit habe ich nicht gelesen.

Ich stand nur so da
und sah aus dem Kopf.

Eichhörnchen.
Scharrhühner.
Fallende Walnüsse.
Meine eigenen Hände.

Meine liebste Beschäftigung war, auf Bäume zu klettern. Dann hielt mir jemand ein Buch vors Gesicht. Was sollte ich damit tun, ich schüttelte den Kopf. Aber es war ein Geschenk und war durch Kopfschütteln nicht mehr fortzubringen. Da nahm ich das Buch mit auf einen Baum (Fagus), in der Absicht, es dort oben zu lassen, in eine Astgabel geklemmt. Das tat ich auch, aber zuvor las ich darin.

Einige Tage später stieg ich wieder auf die Buche und las weiter, und las nun immer wieder ein Stück weiter - langsam, denn ich konnte nicht gut lesen, und stets ganz oben, wo sich der Wipfel unter meinem Gewicht zu wiegen begann.


Foto: Gabriela Graf

Als es regnete, wollte ich das Buch im Schuppen weiterlesen, aber die Wörter ergaben dort keinen Sinn. Der stellte sich jedoch sogleich ein, als ich mit einem Regenschirm wieder im Wipfel saß. Und so habe ich mein erstes Buch - "Gefährten der Wildnis" - auf einem Baum gelesen. Danach las ich lange Zeit nichts mehr. Als ich später aber wieder damit begonnen hatte, überkam mich noch lange Zeit ein Gefühl von Falschheit, weil ich dabei nicht auf dem Baum saß, sondern, einfach so, am Tisch.
 

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Stand: 25. Februar 2014