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Celeri 22 - Dezember 2007
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Inhalt

Ländliches Circus-Programm

Pro Tag ein Gedanke - November

Angst

Hausaufgaben

(Anm.: Celeri Ausgabe 23 erscheint Anfang Januar 2008)

 

Ländliches Circus-Programm

Bretagne. Ende Oktober. Die Tage waren schon kalt, der regenartige Nebel schob sich vom Meer her übers Land, rasch aber ohne abzureißen, und auch von stärkerem Wind nicht aufzulösen, nur immer neue der nassen Wolken kamen herangeschoben. Da tauchten an den Straßenrändern die gelbgrünen Plakate eines Circus auf. Cirque Zappatelli.
Eines Spätnachmittags suchte ich den angegebenen Ort und fand auf einer Wiese am Ortsrand ein kleines, blaues Zelt, umgeben von etlichen Wohnwagen. Einer davon fungierte als Kassenhäuschen.
Die Frau schlug mir vor, die Zeit bis zum Beginn der Vorstellung mir mit einer Besichtigung der Tierschau zu vertreiben, was zudem jetzt, vor der Vorstellung, zum halben Preis dessen möglich sei, was es in der Pause kosten würde. Eine gute Idee.
In einem Käfigwagen erblickte ich in der Ecke einen Fellklumpen, dessen Flanken sich hoben und senkten. Ich hielt das für einen schlafenden Bären. Daneben befand sich ein kleines Gehege mit Hühnern, die, kaum war ich aufgetaucht, im Picken innehielten und mich erwartungsvoll ansahen. Ein weiteres Gehege enthielt ca. zwanzig Hunde unterschiedlicher Rasse, die, kaum war ich nähergetreten, derart bellend die Umzäunung ansprangen, daß ich – da ein Mann auftauchte und mich stirnrunzelnd ansah – verlegen weiterging. Es erwartete mich ein angepflocktes Lama, mit so boshaftem Blick, daß ich das spuckbegabte Tier weiträumig umging. Nun setzte im Zeltinnern Musik ein, eine Polka, gespielt von zwei Instrumenten, die ich für ein Saxophon sowie eine Trompete hielt, welche von einem Schlagzeug begleitet wurden, von dem ich vermutete, daß es von einer Aufziehpuppe mit einem zwischen den Schulterblättern steckenden Schlüssel gespielt wurde. Denn auch wenn die beiden Blasinstrumente die Stücke in gefühlvollen Verzögerungen enden ließen, spielte das Schlagzeug seinen Rhythmus im bisherigen Tempo weiter. Während ich einen angepflockten Esel betrachtete, stellte ich fest, daß das Schlagzeug überhaupt immer dasselbe spielte: einen Wechsel zwischen einem dumpfen Pauken- und einem zischenden Beckenschlag. Das klang schon beim zweiten Stück etwas beunruhigend, beim dritten hingegen zunächst stupid und danach folternd. Das änderte sich auch nicht, als ein Walzer auftauchte, eine Herausforderung, die der Schlagzeuger mit zweimaligem Bumm und einem Beckenzischer bewältigte. Unter Bumm–Bumm–Zisch (Donauwalzer) betrat ich das Zelt, bemüht, nicht im Rhythmus zu gehen, was für zweibeinige Wesen zu dreifüßiger Musik bekanntlich kompliziert ist.
Nachdem meine Augen sich an das Schummerlicht gewöhnt hatten, erkannte ich, daß ich der bislang einzige Gast war. Zwei vereinzelt sitzende Herren ordnete ich aufgrund ihrer Kleidung den Zirkusleuten zu. Neben dem Vorhang befand sich die Kapelle, drei Clowns, die, kaum fiel mein Blick auf sie, eine Verneigung andeuteten. Der Schlagzeuger hatte eine große Trommel vor dem Bauch, auf der ein Becken angebracht war.
Befangen setzte ich mich, stand noch einmal auf und verbeugte mich, als die beiden Herren mich gleichfalls begrüßten. Ich erwog, unter dem Vorwand, austreten zu müssen, noch einmal das Zelt zu verlassen und mich dann zu verdrücken, als ich von draußen Stimmen hörte. Zwei kleine Kindergruppen strömten herein. Zwei der Jungen fielen auf, einer steckte oben in einer silbernen Plastiktüte – die Ecken war für die Arme und ein Durchschlupf für den Kopf herausgeschnitten worden – und in einer Hose aus der gleichen Tüte. Man hätte ihn für ein in Silberfolie gewickeltes großes Wickelkind halten könnte, aber ein Holzsäbel machte klar, was gemeint war: der Kleine war ein Ritter. Er sah unzufrieden aus. Vielleicht, weil er keinen Helm hatte. Ein anderes Kind trug einen Indianerkopfschmuck sowie Pfeil und Bogen, die Pfeile mit hellrotem Gummisaugnapf. Ich hatte das schon gesehen, im Schaufenster der Schreibwarenhandlung, wo ein Papierkorb mit einigen dieser Bögen und einem ganzen Bündel Pfeile gefüllt und mit einem Federschmuck drapiert war. Drei Frauen, Kindergärtnerinnen oder Mütter, hatten in der zweiten Reihe Platz genommen. Nun war wenigstens ein Teil der Sitze gefüllt.
Einer der Zirkusleute verschwand, gleich darauf wurde durch den Zelteingang von zwei Burschen eine Kanone hereingeschoben. Es handelte sich nicht um eines jener Geräte, aus denen ein Mensch in die Manege gefeuert wurde, sondern um eine Art Heizgebläse. Die zwei Burschen begannen, im wechselnden Auf und Ab zwei Blasbälge zu betätigen, und alsbald begann es im Kanonenrohr rot zu glühen und es wurde gelegentlich ein leichter Wärmehauch spürbar.
Das Schummerlicht und die schaurig anzusehenden Clowns ließen das muntere Kinderplappern sofort verstummen.
Die erste Nummer empfand ich als unheimlich : ein Clown versuchte, heftigen Blasendrang vortäuschend – zusammengepreßte Beine, in den Schritt gestemmte Fäuste, jaulendes „Oh, oh, oh“ - , das Zelt zu verlassen. Ohne eine Miene zu verziehen verfolgten die Kinder (vermutlich verstanden sie nicht, was seine Gebärden andeuten sollten), wie er, jedesmal, wenn er durch den Vorhang wollte, dort eine Hand mit einer bunten Pritsche auftauchte und ihm eins überzog, worauf er aufheulte wie ein mondsüchtiger Hund. Ein Kind begann zu weinen, was sich zu panischem Geschrei steigerte, als der Clown mit breitem Grinsen und ausgestreckter Pranke und begütigendem „nu, nu, nu“ auf das Kind zutapste. Die Mutter nahm das Kind auf den Schoß und winkte den Clown fort. Erst als der, nach weiteren Pritschenhieben, benommen wieder zurück in die Manege taumelte und dabei über die abgestellte Trommel stolperte und ins Sägemehl pardauzte, regten sich zaghafte Lacher. Plötzlich Lichtwechsel. Ein einsamer Strahl suchte den Clown. Man reichte ihm aus dem Dunkel ein Saxophon. Und während ein Mädchen, das plötzlich aufgetaucht war, das Licht eines anderen Scheinwerfers mit einer Spiegelscherbe auffing und im Zelt herumwandern ließ, spielte der Clown „Oh, mein Papa“, immer wieder absetzend, weil er schluchzen mußte. Ein Kind begann zu greinen und wurde ebenfalls auf den Schoß gehoben. Der Clown gab Forte, ein zweites Kind fing ebenfalls an zu weinen. Der Clown hörte auf. Ich klatschte. Dankbar nickten mir die zwei Männer zu.
Der Herr Direktor tauchte auf, in Frack (wie ich erkannte, ein Sakko mit angenähten schwarzen Stoffspitzen) und weißem Hemd, jagte ein Pony im Kreis herum. Bumm-Zisch, Bumm-Zisch. Richtungswechsel. Zisch-Bumm, Zisch-Bumm. Verbeugung. Ich klatschte. Der Direktor sah mich streng an. Ich hörte auf zu klatschen. Er runzelte die Stirn.
Zwei Clowns spannten ein Seil. Ein junger Mann, ca. 14, mit dichtem Pferdeschwanz, kam mit tragbarem Kassettenspieler herein, zog seinen Umhang aus und präsentierte sich mit nacktem Oberkörper in alle Richtungen. Das war sonderbar. Artisten können keine Muskelpakete gebrauchen. Die besondere Art von Zähigkeit und Kraft, die sie brauchen, bildet keine Muskeln. Der junge Mann hier war aber ein Muskelprotz. Er schaltete das Gerät ein, und stieg während des Vorspiels zu einem aktuellen Schlager über eine Leiter auf das Seil. Verschiedene Übungen. Ein Bein hoch. Das andere Bein hoch. Rückwärts gehen. In der Hocke ein Bein ausstrecken. Dasselbe mit dem anderen Bein. Auf einem Bein um 180 Grad drehen. Eine Sängerin wiederholte unzählige Male : „C’est tout, c’est tout, c’est tout, sans toi, sans toi, sans toi …“ Die Seiltanznummer war etwas lang, aber wahrscheinlich hatte man Zeit, da es nicht allzu viele Programmnummern gab. Als der junge Mann auf dem Seil ins Spagat sank, schien das der Höhepunkt der Nummer zu sein. Er öffnete seinen Pferdeschwanz und warf die Haare mit Schwung erst nach vorn, dann wieder zurück, und dann machte es plopp und oberhalb seines Bauches haftete einer der Pfeile mit einem Gummisauger. Ich erwartete eine Reaktion, aber der Seiltänzer erhob sich ungerührt, präsentierte sich noch einmal, drehte sich, mit dem Pfeil auf dem Bauch, in alle Richtungen und sprang dann vom Seil. „C’est tout, c’est tout, c’est tout, sans toi, sans toi, sans toi. C’est tout, c’est tout, sans toi, sans toi … Er schaltete das Gerät ab. Ob er eine spezielle Version dieses Liedes hatte? Ich konnte mich nicht erinnern, den Refrain jemals so aufsässig oft wiederholt gehört zu haben. Der Seiltänzer schritt zu dem eingeschüchterten Indianer und reichte ihm seinen Pfeil zurück. Pause.
Ich kaufte an der Kasse einen Schokoriegel. Der Seiltänzer kassierte die Gebühr für die Tierschau, er hatte dazu das Kassettengerät mitgebracht und eingeschaltet. Sogenannte leichte Musik. Der kleine Indianer sah mich und wollte auch was Süßes. Er wurde energisch gemaßregelt. Die Kinder verschwanden mit ihren erwachsenen Begleiterinnen hinter dem Zelt. Die Kassiererin und der Seiltänzer sahen zu, wie ich den Schokoriegel aß, jedesmal, wenn sich unsere Blicke trafen, nickten sie mir aufmunternd zu. Aus Richtung der Tierschau war kein Ton zu vernehmen. Ich ging auch dorthin. Kinder und ihre Begleiterinnen umstanden den urinierenden Esel und sahen eingeschüchtert auf seinen langen, bis zum Boden hängenden Penis. Dann setzte im Zelt die Musik ein, „Bumm-Bumm-Zisch, Bumm-Bumm-Zisch“ (Wiener Blut). Die Kinder kamen mit verstörten Gesichtern von der Tierschau.
Der Direktor trat herein, mit einem Mikrophon an langem Kabel, welches zu dem Kassengerät führte. Von dort erklang – leiser als seine natürlich Stimme – ein blecherner, quäkender Nachhall derselben. Der Seiltänzer steuerte aus. Die Botschaft des Herrn Direktor war schwer zu verstehen ... eigentlich gar nicht. Vielleicht war es gar kein Französisch. Vielleicht war es aber auch nur eine lautmalerische Nachahmung einer Zirkusdirektorenrede. Das Ende der Ansprache lautete aber unzweifelhaft: „Et maintenant, Mesdamessieurs: Bon appetit!“
Ich klatschte. Er nickte mir streng zu.
Ein Mann trat herein. Sein Sohn, ca. drei Jahre alt, folgte ihm, konnte kaum gehen, schlug dann aber sicher ein Rad nach dem anderen. Sein Vater hob ihn an den Füßen hoch und zeigte ihn, der vor Vergnügen quietschte, herum. Ich klatschte. Als Zugabe schlug der Kleine mehrmals hinter einander Kabolz.
Das Licht reduzierte sich auf einen Kegel in der Mitte der Manege. Die Musiker traten einige Schritte zurück.
Lautlos und verängstigt erschienen die Hühner, blickten sich mißmutig um und schließlich alle in meine Richtung. Erkannten sie mich? Von der Tierschau her?
Ein Fräulein erschien, nahm eine theatralische Geste ein – ungefähr: gotischer Wasserspeier ahmt indische Tempeltänzerin nach – und rief den Hühner etwas Herrisches zu, worauf diese zu picken begannen. Es hatte in der Tat was Unglaubliches : Tiere, deren Anblick man aus dem Alltag gewohnt war, ihre alltäglichen Verrichtungen in der Manege verrichten zu sehen. Dann erkannte ich, daß die Hühner : nicht wirklich pickten, sondern : nur so taten, als pickten sie. Ich war erschüttert. Und eben da begann das Fräulein im Kreis um den Lichtkegel mit den pickenden Hühnerschar langsam herumzustaken, als würde sie ein Huhn nachahmen. Das alles wäre vollkommen lautlos gewesen, wenn nicht zu jedem ihrer Schritte eines der Instrumente einen Ton gespielt hätte. Immer nur einen. Immer denselben. Immer abwechselnd. Quäk. Tröt. Bumm. Quäk. Tröt. Bumm. Wurde das Fräulein langsamer, wurden die Instrumente langsamer, wurde das Fräulein schneller, zogen auch die Instrumente an. Das war offenkundig einstudiert. Atemlos sah ich dem Schauspiel zu. Ich habe eine große Schwäche für seltsame Kunst. Und etwas Derartiges hier zu sehen zu bekommen, hatte ich nicht erwartet.
Die Beleuchtung war verwirrend. Da das Licht nur auf die ruckenden Hühner fiel, bzw. diese sich nicht aus dem Lichtkreis bewegten, fiel nur das vom Sägemehl zurückgeblendete Licht auf das Fräulein, so daß es manchmal nur als Schemen, manchmal grell angestrahlt zu sehen war, je nachdem, wo sie sich befand. Sie verschwand, ging einfach aus der Manege, die Hühner wackelten ihr hinterher, die Musiker quäktrötbummten noch ein Weilchen, bis sie befanden, daß es genug sei. Anscheinend war mit der Beleuchtung etwas nicht in Ordnung. Denn der Clown kam herein und inspizierte mit in den Nacken gelegtem Kopf die Scheinwerfer, machte Handzeichen, worauf der eine Strahler anging, der andere verlöschte, beide erstrahlten, daß er sich die Hände vors Gesicht hielt, worauf beide erloschen und die Dunkelheit einen Furz um so deutlicher hören ließ. Mir schien, daß doch alles in Ordnung war mit der Beleuchtung, als ich plötzlich den Verdacht bekam, daß es sich bei der Überprüfung der Strahler um eine Vorstellung handelte und auch der Clown nur so tat, als inspiziere er die Strahler. Vielleicht taten hier alle nur so, als ob? Ich tat ja im Grunde auch so, als ... natürlich tat ein Clown – wie auch ein Schauspieler – nur so, als sei er ein Clown. Nur Kinder glaubten, daß er auch nach der Vorstellung ein Clown blieb. Aber wenn nun der Clown nur so tat, als tue er ... oder wenn er, als Clown, so tat, als sei er kein Clown ... Fragen über Fragen! Man konnte geradezu nachdenklich werden.
Nun stand eine Pantomime auf dem Programm, ausgeführt vom Trommler, der sein mächtiges Instrument zu diesem Zweck am Manegenrand zurückgelassen hatte. Die Pantomime ließ sich leicht erraten: der Trommler tat, als sei er ein Verkehrspolizist, der, mit imaginärer Trillerpfeife und den bekannten Arm- und Handbewegungen auf einer Kreuzung steht, mit würdiger Mimik das eine Fahrzeug mäßigt, ein anderes nötigt, ein drittes streng zur Ordnung ruft, ein anderes zum Halten zwingt, vor einem Auto zur Seite springt und diesem schimpfend hinterhergestikuliert, es zurückdirigiert und einen Strafzettel aushändigt. Es war unerschöpflich, und das alles war sauber ausgeführt, aber, so ganz ohne Verkehr, etwas fad. Die Kinder begriffen vermutlich nicht, was der Mann da tat, sahen ihm aber kleinlaut zu. Das stumme Winken und Armeschwenken war schon etwas überreif und lästig geworden, als der andere Clown, der Saxophonspieler, vom Manegenrand her mit dem Mund Verkehrsgeräusche zu imitieren begann, brummende Motoren, Gasgeben, Abbremsen, quietschende Bremsen, drei unterschiedlich klingende Hupen, das alles abgestimmt auf die Pantomime. Der Eindruck war ein höchst befremdlicher. Es sah nun nicht mehr aus, als regle der Polizist den Verkehr, sondern als erzeuge er, mit seinen Bewegungen, dessen Geräusche.
An einem der nächsten Tage fiel mir auf, daß im Schaufenster der Schreibwarenhandlung der Papierkorb mit dem Indianerbedarf fehlte. Ich erkundigte mich. Ein junger Mann mit Pferdeschwanz hatte alles aufgekauft.
„Müssen wir uns jetzt Sorgen machen wegen eines bevorstehenden Banküberfalls?“ fragte der Ladenbesitzer ernst. Das war seine Art von Humor. Ich äußerte, daß es wohl angezeigt wäre, Madame Dufour – die Dame, die an drei Vormittagen die Woche den winzigen Kassenschalter besetzt hielt und Beträge bis max. 1000 Francs auszahlte – einen Wink zu geben. Der Ladenbesitzer nickte.
Ich suchte die Gemeindewiese auf, doch der Zirkus war nicht mehr da. In der Zeitung fand ich den Hinweis, daß er ca. 15 km weiter gastierte.
Ich kam zur Nachmittagsvorstellung, die Kassiererin erkannte mich nicht, sie bot den Besuch der Tierschau zum reduzierten Preis an, ich gab vor, noch etwas aus dem Auto holen zu müssen. Auf dem Weg dorthin kam mir eine Gruppe mit Kindern und zwei Frauen entgegen. Gut, ich würde nicht allein sein.
Als ich eintrat, saßen die Kinder schon, die zwei älteren Herren waren ebenfalls da, als mich der eine erblickte, stieß er seinen Nachbarn an. Wir verneigten uns voreinander.
Der Clown erkannte mich ebenfalls und nickte mir zu, „Oh, mein Papa“ geriet dabei ein wenig ins Schlingern. Der Direktor war offenkundig schon informiert worden, denn als er aus dem Vorhang trat, suchte sein Blick als erstes meinen Sitzplatz. Das Zugenicke begann mir etwas lästig zu werden.
Die Nummern waren wie gehabt. Nur, daß man sich nach jeder Nummer auch gesondert vor mir verbeugte. Wer weiß, für wen sie mich hielten. Vielleicht nicht nur für einen Fan, sondern womöglich für einen Manager, der sie soeben entdeckte.
Dann - „C’est tout, c’est tout, c’est tout, sans toi, sans toi, sans toi …“ – die Seiltänzernummer. Alles wie gehabt, ich war schon enttäuscht, aber dann, nach dem Spagat, erhob sich der junge Mann und präsentierte seinen nackten Oberkörper in Bodybuilder-Pose, als der Clown hereinwackelte, mit Pfeil und Bogen, und den sich langsam um sich selbst drehenden Muskelprotz mit Pfeil um Pfeil spickte, die mit leisem Klatschen der Gummisauger an der nackten Haut haften blieben, bis er einem Stachelschwein ähnelte, einem, das auch auf der Unterseite bestachelt war. Der Clown trug dabei anstelle seiner lumpigen Mütze einen Federschmuck, der ihm allerdings zu klein war, kaum die Stirn umspannte und mit einem rosafarbenen Gummiband hinten zusammengehalten war. Die ausnahmslos weißen Federn wirkten auf seinem Schädel klein, es sah aus, als trage er keinen Federschmuck, sondern eine Art großes Gebiß (nur den Unterkiefer) auf dem Kopf.
Ich war beeindruckt. Dem jungen Seiltänzer war nicht nur gelungen, seine Nummer zu erweitern, sondern aus ihr auch ein Stück seltsamer Kunst zu machen.


Pro Tag ein Gedanke – November

1 Das längst aufgegebene Gerichtsgebäude, darin noch die hängengebliebenen Schuldsprüche 2 Ich kann nichts, das ich mir angeeignet hätte, ich bin nichts, was ich selbst geschaffen hätte, ich hab nichts, was ich selbst verdient hätte. Aber ich will (haben/behandelt werden, als sei alles mein Verdienst und Ergebnis meiner Fähigkeiten) 3 Man ruft nach Werten. Als ob man jemandem, der erkältet ist, zuruft: Hör doch endlich auf zu niesen 4 „Euer Leben ist nicht lang, drum habt acht darauf. Genießt es. Und wenn es vorbei ist, dann laßt es los, euer Schnittchen von der großen Lebbarkeit, das Stückchen Endlichkeit von der Unendlichkeit, das Stückchen Sterblichkeit von der Ewigkeit. Sterbt gern 5 Kommt mir komisch vor, daß man verlorengegangene Werte einfach wieder praktizieren können soll? Sind das dann nicht nur aufgestellt Kulissen, in denen Geschminkte und Kostümierte herumlaufen und so tun, als ob? Manche Werte sind ja reines Theater. Höflichkeit etwa. Jeder weiß, daß sie – „Sehr geehrte Frau...“ - nur gespielt ist. Wenns so einfach wäre („Ich war jetzt schon länger nicht mehr ehrlich, aber ab jetzt bin ich’s wieder“), warum macht es niemand? 6 Können Werte überhaupt „verlorengehen“? Müssen sie, sind sie erst im Bewußtsein, nicht mutwillig verdrängt oder beseitigt werden? 7 Ein Hund, der gern eine Heuschrecke wäre, und eine Heuschrecke, die gern ein Grashalm wäre, und ein Grashalm, der gern ein Hund wäre 8 über wichtige aber heikle Angelegenheiten (Gentechnik) werden im Bundestag Besprechungen um vier Uhr morgens anberaumt. Wenig oder unausgeschlafene Abgeordnete. Keine Presse. Niemand kriegt was mit. Perfekt. Wenn Deutschland aufwacht, ist schon alles beschlossen. Perfekt. Unsere Demokratie funktioniert im Schlaf 9 Als Kinder ärgerten wir unsere Pfarrer und Religionslehrer immer mit der Frage: „Und der Liebe Gott selber, ist der evangelisch oder katholisch?“ Ich kann mich leider nicht mehr an Antworten erinnern 10 Vor einiger Zeit schloß ich die Augen und überlege seitdem, wann ich sie wieder öffnen soll 11 Eigentlich egal, ob es Willensfreiheit gibt oder nicht. Wichtig ist, daß es manchen wichtig ist, davon auszugehen, sie hätten einen freien Willen 12 Er, Lehrersohn, soeben mitten in den Abitursvorbereitungen, nahm am Gesprächskreis – Thema: Zukunftsaussichten Jugendlicher – teil und betonte, daß ein Mangel an Ausbildungsplätzen einen nicht zu verantwortungslosem Annehmen jeder Arbeit verleiten dürfe. Er ärgerte sich über den Hinweis, daß er hier nicht mitreden könne, da er privilegiert sei. Das fuchste ihn und irritierte ihn gleichzeitig. Hatte er doch gedacht, bei diesem Thema gew. als Experte und Betroffener teilnehmen zu können und aus dem „wahren Leben“ zu berichten, von den Schwierigkeiten etwa, nach dem Abitur einen ethisch einwandfreien Beruf zu wählen 13 Privilegiert zu sein, empfand er als Vorwurf, der tief saß. Das konnte er nicht auf sich beruhen lassen. Privilegien, das waren vorteile, die man, ohne sie selbst verdient zu haben, in Anspruch nehmen konnte. Er überlegte, notierte schließlich gar. Es ging darum, diese nicht selbstgeleisteten Vorarbeiten in einen eigenen Verdienst umzudeuten. Er legte es sich schließlich so zurecht. Er leugne die sog. Privilegien nicht. Aber sie seien gewissermaßen ein Kredit auf die von ihm erwarteten späteren Leistungen. Er berechtige zu Hoffnungen und somit stünden ihm diese Privilegien gewissermaßen als Starthilfe zu. Später würde er dann darauf hinweisen, daß er diese Privilegien „verdient“ hatte, da er sich ihrer, d.h. der ihm zur Verfügung stehenden Vorabvergünstigungen, würdig erwiesen habe. 14 Kultiviert? Was war das anderes, als die Fähigkeit, zwei, notfalls auch mal vier Stunden in einem Konzertsaal stillsitzen zu können? 15 Jugend? Das war die Anzeigetafel, auf der stand, was alles mal werden sollte 16 Schriftsteller wurde als wachsamer Begleiter und scharfzüngiger Chronist des bundesdeutschen Alltags gelobt. Wer macht so was, nämlich den bundesdeutschen Alltag beschreiben, denn freiwillig? Und sogar scharfzüngig 17 Dichter, schätzungsweise 60. Stellt sich, in seinen Gedichten, die Frage nach sich selbst. Wer er ist und so. Möchte – allen Ernstes – wissen, wer er „eigentlich“ ist; zum Beispiel wie er so ist, wenn er sich nicht beobachtet. Oder tut zumindest so, als ob er es wissen will. Denn es wirkte, als interessiere ihn die Frage eigentlich nicht, er stelle sie aber, weil er glaubte, daß es „gut ankäme“ sie zu stellen. Als ob er nur so tat, als quäle ihn die Unsicherheit. Falls ihn aber das Problem tatsächlich beschäftigt, würde mich interessieren, was er, im Idealfall, wohl für eine Antwort erwartet? 18 Idee der Lebensmittelindustrie: aus der Beteuerung, sich an die Gesetze zu halten, ein Gütesiegel zu machen 19 Der Verteidigungsminister kündigt an, die Gesetze zu brechen. Warum wird der dafür nicht verhaftet? 20 Scheint eine geheime Losung zu sein. Redet ein Militär oder ein Politiker von Afghanistan, fällt unweigerlich die Formulierung, daß man die Herzen der Bevölkerung erobern muß. Klingt aus dem Mund eines Bewaffneten besonders kuschelig 21 Junge Schriftsteller. Klagen über die unwilligen Verlage. Das eigentliche Problem scheint aber zu sein, daß sie keine Manuskripte haben, aus denen ein Buch entstehen könnte 22 „Das Problem mit Euch ist, daß Ihr zu reich seid. Es gibt viele fragen, aber Euch beschäftigt vor allem eine: kann ich mir das leisten? Euer Reichtum verleitet Euch zu zwei Denkfehlern. 1. Ihr glaubt, Ihr habt ihn verdient. 2. Er verleiht Euch Recht. Nämlich das Recht, ihn, Eueren Reichtum, zu benützen. Und daraus entsteht ein weiteres Problem mit Euch: Ihr glaubt, das, was Ihr euch leisten könnt, Euch auch leisten zu dürfen. Auch wenn es schädlich ist. Denn Ihr habt es ja verdient. Und Ihr könnt es euch ja leisten. Darum seid Ihr gleichzeitig auch so geizig und kauft nur vom Billigsten: weil Ihr Euch dann mehr leisten könnt“ 23 „Nicht, daß uns daran liegt, Euch Schuld zuweisen, Euch ein schlechtes Gewissen oder Euch Vorschriften machen oder gar aus Euch bessere Mitmenschen machen zu wollen. Aber ein Problem mit Euch ist Eure Schädlichkeit. Einzelne nichtsnutze oder Schädlinge sind eigentlich nirgends ein Problem. Man bräuchte sich über sie keine Gedanken zu machen, und jede Gesellschaft kann einige davon vertragen. Aber ihr seid viel. Und Schädlinge in dieser großen Zahl sind ein Problem für alle, die mit ihnen zu tun haben, ob sie nun wollen oder nicht. Man kann euch nicht ausweichen oder entgehen. Denn Ihr seid nicht irgendwie abstrakt schädlich. Ihr schadet auch jemandem. Nämlich uns. Unter anderem. Ihr schadet auch Euch selbst (was uns aber egal ist), und seid dabei, Eure nicht-menschliche Mitwelt vollkommen zu ruinieren. Es wäre besser, ihr wärt ärmer. Dann wärt ihr vielleicht immer noch nicht nützlich, aber wenigstens weniger schädlich. Nicht, weil Euch ein Gewissen gewachsen wäre, sondern weil Ihr Euch es nicht mehr leisten könntet, schädlich zu sein.“ 24 „Bei uns ist es umgekehrt. Auch wir können uns nichts leisten. Unser materieller Besitz ist so minderwertig wie unsere Moral und unsere Hoffnung. Wir können uns nichts davon leisten. Wir sind derart mit Überleben beschäftigt, daß wir es uns nicht leisen können, dabei auch nützlich sein zu wollen. Wenn wir schädlich sind, dann weil wir nicht anders können, ohne uns selbst zu zerstören (und was uns zerstört – erlaube mir diesen ungehobelten Hinweis -, sind nicht irgendwelche, sondern von Euch und Eurem geizbetriebenen Reichtum hervorgerufene Verhältnisse). Wenn wir nützlich sind, dann gewissermaßen zufällig, auf jeden Fall unabsichtlich und nie uns selber, aber auf jeden Fall: Euch. Und bei Euch ist es im letzten Fall nicht etwa umgekehrt, sondern kurioserweise ebenso: Einen Nutzen, der über Euren Eigennutz hinausgeht, habt auch Ihr nur zufällig und unabsichtlich. Schädlich hingegen aber seid ihr, weil Ihr es sein wollt. Weil Ihr glaubt, es Euch leisten zu können.“ 25 „Habt Geduld. Denn ihr werdet bald merken, daß das Können dem Müssen nachbarlich nahe ist ...“ 26 Mein Freund aus der Porzellangasse sagt, er glaube, daß die Menschen früherer Jahrhunderte mehr verstanden von den Zusammenhängen von Himmel und Erde, „was heißt mehr: wir verstehen ja gar nichts mehr davon.“ 27 Ein kleiner Junge hat gehört, daß Geld rostet. Das läßt ihm keine Ruhe. Immer wieder muß er nachdenken, was das bedeutet 28 Ein Junge legt kleine Münzen auf die Gleise und betrachtet sie fasziniert, nachdem die Straßenbahn darübergefahren ist. 29 Da erplusterten sie sich und er winkte ab und ließ sie kratzend, scharrend und Fittiche raschelnd zurück 30 Warum ich „trotzdem“ gern in die Kirche gehe? Weil es dort, wenn nicht gerade ein sog. Gottesdienst abgehalten wird, still ist; weil ich jene Sehnsucht nach dem Jenseits habe, die nur Menschen haben können, die das Leben sehr gern mögen und weil ich es – beides – dort zu spüren vermeine

Angst

Damals hatte ich Angst, oft, und vor vielem, eigentlich immer und vor allem. Vor dem Zimmer, sobald ich es verlassen und die Tür hinter mir zugezogen hatte. Und wenn ich es doch schaffte, wieder zurückzugehen, dann hatte ich vor dem Zimmer Angst, aus dem ich gekommen war. Wenn das Telephon klingelte, versteckte ich mich, es lärmte so erbarmungslos grauenvoll. Und wenn es zu klingeln aufgehört hatte, traute ich mich nicht mehr aus dem Versteck, denn es war plötzlich so grauenvoll still. Dann machte ich das Radio an. Die dicke Stimme kam wie aus flüssigem Teig heraufgeblubbert. Ging ich in das andere Zimmer, traute ich mich nicht mehr zurück, denn die dicke Stimme hatte zu schimpfen begonnen, und ging ich noch ein Zimmer weiter, so begann sie zu drohen und drohte um so böser, je weiter ich mich entfernte und je leiser sie wurde. Wenn ich zum Spielen geschickt wurde, trug man mir den Puppenwagen hinunter, auf die Straße. Nachdem die Haustür hinter mir zugeschlagen war, wartete ich, bis im Treppenhaus die Schritte verstummt waren, drückte die Tür wieder auf, bugsierte meinen Puppenwagen wieder hinein und versteckte ihn und mich unter der Treppe. Von dort konnte ich in den Flur sehen. Die Frau von ganz oben, mit den dünnen Lippenstiftlippen. Das war gruslig, daß selbst so dünne Lippen mit Lippenstift angemalt wurden. Die Vorstellung, was das für besondere. dünne Lippenstifte sein mußten, machte mir Angst. Die Tür flog auf und ein Junge kam herein und stopfte bunte Prospekte in die Briefkästen. Eine junge Frau kam herein und weinte und ging wieder hinaus. Ein Mann mit Zylinder kam herein, pfiff, und verschwand in der Kellertür. Daß er nicht mehr herauskam legte den Grundstein für eine stetig wachsende angst vor dem Keller. Wenn die Mutter aus dem Haus gegangen waren, schlich ich wieder hinauf. Doch zuvor hatte ich Angst. Vor meinem Puppenwagen. Ich hatte Angst, daß meine Puppe nicht mehr darin lag, daß nicht mehr meine Puppe darin lag, wenn ich hinschaute. Ich traute mich nicht nachzufühlen. Wenn ich es endlich über mich brachte, holte ich die Puppe heraus und horchte an ihr, ob sich in ihr etwas regte. Davon waren Puppe und Puppenwagen schmutzig geworden. Das gab Schimpfe. Nachdem ich den Schlüssel unter dem Fußabstreifer hervorgeholt hatte, kam die Angst vor der Wohnung. Ob sie wirklich leer war. Zimmer für Zimmer galt es zu untersuchen. Zu horchen, ob nicht, während ich im einen Zimmer war, Schritte durch die Wohnung huschten, so daß ich nie herausfinden konnte, wer außer mir darin war, und ich nie sicher sein konnte, ob ich allein war. Die Türklingel ließ mich vor Entsetzen erstarren. Das Herz wollte mir aus dem Mund springen. Die Tante von unten rief meinen Namen. Gestern hatte sie mich gestreichelt. Heute würde sie nichts davon wissen wollen und mich hauen. Sie rief noch mal. Ich öffnete. Sie reichte mir einen frischgebackenen Lebkuchen. Ich wollte ihn nicht essen. Lieber hinten aus dem Fenster auf den Hof werfen. Aber ich wußte, daß ich es nicht schaffen würde, ihn in Gegenwart der Tante nicht zu essen. Als ich hineinbiß, fing ich an zu weinen, und weinend aß ich und die Tränen verdarben den Lebkuchengeschmack.

Hausaufgaben

Tun Sie, als ob Sie jemand anders wären, der so tut, als wäre er Sie.

Au Revoir,

Ihr
Rainer Braune

 

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© Rainer Braune, 2006-2014 | Impressum
Stand: 25. Februar 2014